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So, 01.12.2019 um 15:00 Uhr

Taste of Hope

Spannende Doku über eine von Arbeiter/innen selbstverwaltete Teeverpackungsfabrik in Südfrankreich.

Ein Versuch, Utopie Wirklichkeit werden zu lassen

Spannende Doku über eine von Arbeiter/innen selbstverwaltete Teeverpackungsfabrik in Südfrankreich.

Nach 1336 Tagen erfolgreichen Widerstands gegen den Unilever-Konzern, der die profitable Fabrik schliessen und nach Polen verlegen wollte, feierten die Arbeiterinnen und Arbeiter ihren Sieg. Seitdem produzieren sie selbstverwaltet.

Mit der Übernahme des Unternehmens hat der Kampf ums wirtschaftliche Fortbestehen begonnen. Es stellt sich die Frage, wie man im weltweit herrschenden rücksichtslosen Wettbewerb und Streben nach Profit planen, arbeiten und überleben kann. Einen Tag nach dem anderen, zum Beispiel.

In einer Welt, die vom Profitdenken und den Gesetzen der Ausbeutung Schwächerer beherrscht wird, bietet der Film buchstäblich eine Reihe alternativer Möglichkeiten, unsere Zukunft sowie die Mittel und Werkzeuge ihrer Gestaltung neu zu erdenken. Dies ist keine leichte Aufgabe, aber wie der Taste of Hope sorgfältig und präzise zeigt, ist noch vieles machbar, wenn wir unser Verhältnis zu Produktion und Arbeit ändern.

Anstatt auf grosse Gesten oder politische Aussagen konzentriert sich die Regisseurin auf die Arbeit mit der Kamera und einen durchdachten Schnitt, um zu verstehen, wie man neue Möglichkeiten der gemeinschaftlichen Existenz miteinander verknüpfen kann. Das Ergebnis ist eine meisterhaft gestaltete Übung in Beobachtungsfähigkeit. Ein kleines Handbuch der Selbstverteidigung und des Widerstands gegen den Neoliberalismus, der sich nichts sehnlicher wünscht, als dass sich die Arbeiter weiter buckeln. In der Tat ein Vorgeschmack auf Hoffnung.

Die Regisseurin Laura Coppens wird anwesend sein.

Drehort
Schweiz 2019
Laufzeit
70 Minuten
Regie
Laura Coppens
Musik
Azadeh Zandieh
Sprache
F/d
Altersempfehlung
keine Angaben

Links
Webseite zum Film Stimmen Bilder
 

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